Zustand unserer Rasenplätze

Wir möchten an dieser Stelle über den aktuellen Zustand unserer Rasenplätze informieren!

Mit der ersten größeren Hitzewelle dieses Jahres sind unsere Rasenplätze nahezu vollständig vertrocknet. Die anhaltende Hitze stellt eine enorme Belastung für unsere Rasenflächen dar. Wie auf den Bildern deutlich zu erkennen ist, können unsere Plätze diesen extremen Witterungsbedingungen nicht standhalten.

Dabei ist der aktuelle Zustand nicht auf unzureichende Pflege zurückzuführen. Unmittelbar nach dem Ende der Saison wurden, Anfang Juni auf allen drei Sportplätzen teils umfangreiche Pflegemaßnahmen durchgeführt, um die Rasenflächen bestmöglich auf die Sommermonate vorzubereiten. Darüber hinaus wurde auch darauf geachtet, die Grashöhe bewusst höher (anm.: 6,5cm) zu halten, um einem schnellen Verbrennen vorzubeugen.

In Steinfischbach wurde der Platz frühzeitig gedüngt und abgesandet. In Niederems erfolgten eine Düngung, eine Kalkung sowie eine Behandlung gegen Unkraut. Parallel dazu wurden alle drei Sportplätze im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten regelmäßig und mit hohem zeitlichem Aufwand bewässert.

Trotz dieser Maßnahmen konnten die außergewöhnlich hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit nicht kompensiert werden, sodass sich der Zustand der Rasenflächen innerhalb weniger Tage deutlich verschlechterte.

Hauptspielort Steinfischbach

Besonders betroffen ist unser Hauptspielort in Steinfischbach. Durch die vorhandene Drainage trocknet der Boden zusätzlich aus.

Erschwerend kommt hinzu, dass dort keine fest installierte Bewässerungsanlage vorhanden ist. Die Bewässerung erfolgt stattdessen über einen Großflächenregner, einen kleinen Wagen, der pro Bewässerungsdurchgang lediglich etwa ein Drittel des Spielfeldes erreicht. Ein Durchgang dauert rund fünf Stunden und verbraucht etwa 15 m³ Wasser, was dem gesamten Volumen der vorhandenen Wassertanks entspricht.

Bereits der Auf- und Abbau des Regners sowie das Verlegen der Schläuche nehmen rund 45 Minuten in Anspruch. Anschließend müssen die Wassertanks, die über eine Quelle gespeist werden und nicht an das öffentliche Wassernetz angeschlossen sind, zunächst wieder vollständig gefüllt werden, bevor das nächste Drittel des Platzes bewässert werden kann.

Da dieselbe Quelle zunächst die Schrebergärten oberhalb der Kulturhalle versorgt, kann das Wiederauffüllen der Tanks bis zu drei Tage dauern. Bis der gesamte Sportplatz einmal vollständig bewässert wurde, vergehen somit bis zu sechs Tage – anschließend beginnt der Prozess erneut.

Die zur Verfügung stehenden Wassermengen reichen unter diesen klimatischen Bedingungen bei Weitem nicht aus, um den Rasen dauerhaft in einem guten Zustand zu halten.

Faktenlage

  • Keine fest installierte Beregnungsanlage
  • ca. 15m³ Wasser je Beregnungsdurchlauf
  • Drei Beregnungsdurchläufe für kompletten Platz
  • Vollständige Bewässerung dauert bis zu sechs Tage
  • Eigene Quelle (gemeinsame Nutzung mit den Schrebergärten oberhalb der Kulturhalle)
  • Kein Zulauf von Trinkwasser in die Wassertanks
  • Wiederbefüllen der Tanks dauert bis zu drei Tage
  • Aufbau eines Beregnungsdurchlaufs ca. 45 Minuten
  • Wasserversorgung wird geteilt mit Tennisabteilung des TuS Steinfischbach

Sportplatz Niederems

Am Sportplatz in Niederems ist zwar eine fest installierte Beregnungsanlage vorhanden, diese ist jedoch an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen. Das bedeutet, dass das benötigte Wasser vom TSV Niederems bezahlt werden muss. Zwar reduziert die Beregnungsanlage den Arbeitsaufwand erheblich, dennoch muss der Mittelsprenger weiterhin bei jeder Bewässerung von Hand auf- und anschließend wieder abgebaut werden. Auch hierfür sind etwa 30 Minuten erforderlich.

Darüber hinaus ist die Bewässerung von der Verfügbarkeit des öffentlichen Wassers abhängig. In den vergangenen Jahren kam es in Waldems wiederholt vor, dass aufgrund der Wasserampel Einschränkungen galten und diese auf Orange oder sogar Rot stand. In solchen Phasen ist die Nutzung von Wasser zur Bewässerung nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Gleichzeitig verursachen die benötigten Wassermengen erhebliche Kosten.

Aus diesen Gründen kann auch in Niederems keine ausreichende Bewässerung erfolgen, um den Rasen dauerhaft in einem guten und belastbaren Zustand zu erhalten.

Faktenlage

  • Fest installierte Beregnungsanlage
  • Speisung aus öffentlichem Trinkwassernetz
  • Hohe Kosten für den Verein
  • Mittelberegner muss aufgestellt werden (Auf-/Abbau dauert ca. 30 Minuten)
  • Beregnung abhängig von Wasserampel der Gemeinde Waldems

Sportanlage Esch

Für den Sportplatz in Esch gelten nahezu dieselben Rahmenbedingungen wie in Niederems. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass seit der Auflösung des SV Esch die Gemeinde Waldems für die Sportanlage verantwortlich ist und die anfallenden Kosten trägt.

Die vorhandene Beregnungsanlage ist mittlerweile mehrere Jahrzehnte alt. Insbesondere die bestehende Pumpe ist den heutigen Anforderungen und der hohen Belastung nicht mehr gewachsen, sodass eine zuverlässige und ausreichende Bewässerung nicht gewährleistet werden kann. Auch hier führt dies dazu, dass der Rasen insbesondere in längeren Trocken- und Hitzeperioden nicht ausreichend mit Wasser versorgt werden kann.

Hinzu kommt, dass sich der Rasen in Esch aufgrund der zunehmend heißen und trockenen Sommer der vergangenen Jahre sowie der eingeschränkten Bewässerungsmöglichkeiten inzwischen in einem äußerst schlechten Zustand befindet. Nicht nur die Grasnarbe, sondern auch der gesamte Rasenaufbau ist erheblich geschädigt. Um den Sportplatz wieder dauerhaft in einen guten und belastbaren Zustand zu versetzen, wäre eine grundlegende Sanierung der Spielfläche erforderlich.

Eine solche Sanierung wäre jedoch mit erheblichen Kosten verbunden. Solange keine ausreichende und zuverlässige Wasserversorgung sichergestellt werden kann, wäre diese Investition kaum nachhaltig. Angesichts der zu erwartenden weiteren Dürre- und Hitzeperioden besteht die Gefahr, dass sich der Zustand des Platzes trotz einer aufwendigen Sanierung innerhalb weniger Jahre erneut deutlich verschlechtert. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen wäre eine umfassende Sanierung daher wirtschaftlich nur schwer zu rechtfertigen.

Faktenlage

  • Gleiche Rahmenbedingungen wie Niederems
  • Verantwortung des Platzes liegt bei der Gemeinde
  • Beregnungsanlage mehrere Jahrzehnte alt
  • Häufig defekt, verursacht hohe Wartungskosten
  • Rasenfläche ist in schlechtem Zustand
  • Durch Verbrennungen aus den Vorjahren ist kein tragfähiger Rasenaufbau mehr vorhanden
  • Wasserspeicherung der Grasnarbe nahezu nicht mehr intakt
  • Grundlegende Sanierung erforderlich
  • Hohe Instandsetzungskosten

Fazit

Der kalendarische Sommer hat erst am 21. Juni begonnen. Das bedeutet, dass noch knapp drei Monate mit potenziell hohen Temperaturen und anhaltender Trockenheit vor uns liegen. Bereits jetzt stoßen unsere Möglichkeiten, die Rasenplätze in einem bespielbaren Zustand zu halten, an ihre Grenzen. Umso größer wird die Herausforderung sein, unsere Plätze bis zum Ende des Sommers zumindest ansatzweise spielfähig zu erhalten und den Trainings- sowie Spielbetrieb für alle Mannschaften aufrechterhalten zu können.

Die vergangenen Wochen haben eindrucksvoll gezeigt, vor welchen Herausforderungen Fußballvereine mit Naturrasenplätzen heute zunehmend stehen. Anhaltende Hitzeperioden, ausbleibende Niederschläge und eine eingeschränkte Wasserversorgung machen es immer schwieriger, die Spielflächen in einem für Training und Spielbetrieb geeigneten Zustand zu halten.

Für unseren Verein bedeutet dies erhebliche Einschränkungen. Vertrocknete und harte Rasenflächen erhöhen nicht nur das Verletzungsrisiko für Spielerinnen und Spieler, sondern erschweren auch einen geregelten Trainings- und Spielbetrieb. Trainingseinheiten müssen angepasst oder verlegt werden, einzelne Spielfelder können zeitweise nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden und notwendige Regenerationsphasen für die Rasenflächen lassen sich aufgrund der hohen Auslastung häufig nicht einhalten.

Gleichzeitig steigen der personelle Aufwand und die Kosten für Pflege und Bewässerung erheblich, ohne dass damit unter den heutigen klimatischen Bedingungen dauerhaft zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden können. Als Fußballverein stehen wir damit vor der Herausforderung, den Sportbetrieb für unsere zahlreichen Mannschaften aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die vorhandenen Naturrasenplätze möglichst nachhaltig zu erhalten.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre macht deutlich, dass die Auswirkungen des Klimawandels den Amateurfußball längst erreicht haben. Langfristig sind deshalb neue Lösungen erforderlich, um auch in Zukunft verlässliche Trainings- und Spielbedingungen für alle Altersklassen gewährleisten zu können.

Standpunkt – Juli 2026

Der Vorstand
FC Waldems e.V.